ImpoDoc.de
Impressum
Anzeige
Benutzername:
Passwort:
Vergessen|Registrieren
     
 
Startseite Interaktiv Luststörung Potenzstörung Orgasmusstörung Andere Funktionsstörungen Service Shop
 
  Interaktives  >>  Forum  >>  Sprechstunde |  Wartezimmer 
 
 
Die Teilnahme am Forum "Wartezimmer" und die Registrierung sind kostenlos und anonym möglich.
 
Forum: Wartezimmer
Thu, den 09.09.2010; 01.34 Uhr
 

 Neuer Beitrag  |  Home  |  Gehe zu Thema  |  Suchen   Vorherige Nachricht  |  Nächste Nachricht 
 erektile Dysfunktion nach OP
Autor: Thouy 
Datum:   26.06.2010 04:48

Hallo,
ich bin neu hier und versuche Lösungen und Wege für meinen Partner und mich zu finden. Es ist eine sehr neue Beziehung und er ist durch diverse (Krebs-)Erkrankungen in vielerlei Hinsicht gehandicapt. Wir haben noch nicht alle Einzelheiten der jeweiligen Erkrankungen erläutert, somit versuche ich hier jetzt die mir bekannten Details möglichst umfassend zu schildern, um vielleicht ein paar Tipps von Betroffenen zu erhalten.

Kürzlich erfolgte Blutuntersuchungen waren alle zufriedenstellend, der Testosteronspiegel wird gerade noch bestimmt.
Fakt ist, dass eine einseitige Hodenentfernung stattgefunden hat, bei der auch einige - nicht alle - Nervenbahnen verletzt wurden. Diese OP liegt schon einige Jahre zurück (rund um Anfang 2000). Das Verlangen nach Sex ist vorhanden, Orgasmus und Ejakulation sind möglich, wir haben es schon gemeinsam erlebt.
Somit steht fest, dass die Prostata nicht entfernt wurde oder allenfalls nur teilweise, oder? Diesen Punkt haben wir noch nie angesprochen.
Eine Erektion herbeizuführen gestaltet sich, trotz großem Verlangen seinerseits, als sehr schwierig.
Auch ist sein Alter mit über 60 Jahren sicherlich ein Faktor, der aber prinzipiell nicht alles verhindert, sondern allenfalls nur verlängert/verzögert. Nicht das Schlechteste in der Sexualität, was den Genuß angeht.
Mir ist, trotz wesentlich jüngerem Alter (mehr als 20 Jahre), der vaginale Sex um einiges unwichtiger als meinem Partner. Daher erfährt er diesbezüglich keinerlei Druck meinerseits, sondern nur den Druck, den er sich macht und den ich versuche ihm zu nehmen.
Der ewige psychische Faktor, der sich um die Männlichkeit dreht, die mit einer Erektion gleichgesetzt und als verloren angesehen wird. Und zugleich die Ablehnung des eigenen Körpers, den Mann als nicht mehr begehrenswert empfindet, aufgrund der einseitigen Hodenamputation und weiteren OPs mit weiteren, sichbaren Überbleibseln, die keine Narben sind. Die Narben sind allesamt nahezu unsichtbar und sicherlich kein Problem, allenfalls der Grund Ihrer Entstehung (Krebs-OP, Stoma,...)
Ich habe ihn so kennengelernt und somit stören mich seine sichtbaren Überbleibsel nicht im Geringsten, ich liebe ihn wie er ist.
Die letzte OP liegt noch nicht allzu lange zurück, Sexualität mit einer Frau hat in den vergangenen 3-4 Jahren für ihn nicht stattgefunden.
Die Impotenz, die keine totale ist, denn ich habe auch schon Erektionen bei ihm erlebt, ist für ihn das große Problem, da sein sexuelles Verlangen hoch ist. Er setzt sich psychisch unter Druck, das ist mir klar und ich kann nur versuchen mit sehr viel Einfühlungsvermögen diesen Druck abzubauen, was mir ja auch ab und an gelingt. Ich bin medizinisch gesehen kein kompletter Laie, ein Profi natürlich auch nicht.
Sollte der Testosteronspiegel im Normalbereich liegen, was wir bald wissen werden, gibt es dennoch eine Eretionsfördernde "Therapie"? Ich habe bei meinen Recherchen von reduziert dosierten Viagra-Langzeittherapien gelesen, die vor allem nach Prostata-Totaloperationen Anwendung finden. Wäre dies auch bei ihm eine denkbare Therapie?
Sein Penis hat sich, seinen Aussagen zufolge, in den vergangenen Jahren nach den OPs sehr verkleinert. Auch darunter leidet er offensichtlich, bedeutet es für ihn eine visuelle Verkleinerung seiner Manneskraft. Mich wiederum stört es nicht, ich bin sehr zufrieden mit ihm.
Für mich ist der sehr lange Austausch von Zärtlichkeiten sehr schön, leider führt auch das, selbst beim größten Verlangen beiderseits, nicht immer zur Erektion und dem gewünschten Geschlchtsverkehr. Auch ein Orgasmus, der ja nicht von einer Erektion abhängig ist, stellt sich leider nicht immer ein, obwohl er es sich sehr wünscht. Ebenso verhält es sich mit der Ejakulation.
Was kann ich noch versuchen, um ihm den Druck zu nehmen, außer unendlich geduldig, mit aller verfügbaren Zärtlichkeit und mit sehr viel Verständnis mit ihm umzugehen.
Welche Hilfsmittel könnten eventuell helfen (Medikamentös, neue Praktiken, etc.)
Ihr seht, ich suche nach allen verfügbaren Mitteln, damit er endlich seine sehnlichsten Wünsche erfüllt bekommt, die rein körperlich gesehen alle im Rahmen des Möglichen sind. Ich denke eine Konstanz der Erlebnisse wäre für ihn sehr wichtig. Wie kann man geduldig und ohne Druck daran "arbeiten"? Meine eigenen Bedürfnisse kann ich, dank meiner unendlichen Liebe zu ihm, getrost in den Hintergrund stellen. Einerseits werden sie von ihm ohnehin befriedigt und andererseits ist mir seine Befriedigung um so vieles wichtiger als meine.
Ich würde mich freuen von ähnlich Betroffenen zu hören, die Wege gefunden haben diese Probleme aus der Welt zu schaffen.
Wir reden offen über unsere Bedürfnisse und Phantasien, die Libido ist absolut vorhanden, körperlich ist alles möglich und trotzdem versagt sein Körper ihm den Genuß zu oft - nicht immer aber in seinen Augen zu oft.
Ich freue mich auf Eure Antworten, vielleicht bekomme ich ja die eine oder andere Möglichkeit aufgezeigt, die mir noch nicht in den Sinn gekommen ist.
Danke.

 Auf diesen Beitrag antworten  |  Liste der Foren  |  Themenbaum ausblenden   Neuerer Beitrag  |  Älterer Beitrag 

 Beiträge Autor  Datum
 erektile Dysfunktion nach OP  
Thouy 26.06.2010 04:48 
 Re: erektile Dysfunktion nach OP  Neu
diwi 28.06.2010 18:23 
 Re: erektile Dysfunktion nach OP  Neu
Günther 30.06.2010 13:03 


Dieses Forum ist kostenlos!
Zum Schreiben eines Beitrages müssen Sie sich
zuerst einloggen. Zugangsdaten erhalten Sie 
[hier] kostenlos und anonym.

Anmeldung (Login)

 Benutzername 
 Passwort



Anzeige