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Forum: Wartezimmer |
Fri, den 10.09.2010; 18.50 Uhr |
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Autor: Günther
Datum: 30.06.2010 13:03
Hallo Thouy,
trotz der vorliegenden Behinderungen und Einschränkungen bei deinem Partner sind bei euch eigentlich alle Voraussetzungen für eine befriedigende Sexualität erfüllt:
1. Ihr liebt euch und begehrt euch auch körperlich,
2. ihr könnt über eure Sexualität reden,
3. dein Partner bekommt teilweise sogar noch Erektionen auf natürlichem Weg,
4. zu eurem sexuellen Repertoire gehören auch neben dem vaginalen Verkehr andere Spielarten der Sexualität (die keine Erektion voraussetzen).
Was bei euch anscheinend einem erfüllten Sexualleben im Weg steht, ist die psychische Belastung deines Partners durch die vorhandenen sexuellen Störungen. Sicher spielt dabei auch die Angst eine Rolle, dass er dich sexuell nicht so befriedigen kann, wie du das möchtest. Leider ist dein Partner mit diesen psychischen Problemen nicht allein, das geht fast allen Männern mit Erektionsstörungen so. In so einer Situation fällt es dann auch schwer, der Partnerin zu glauben, wenn sie beteuert, dass ihr nichts fehlt. In so einem Fall sollte die Partnerin sehr deutlich sagen, dass sie erwartet, dass der Partner ihr glaubt und vertraut.
Um die Erektionen deines Partners zu verbessern, stehen euch natürlich alle Behandlungsmöglichkeiten offen. Informationen dazu findest du hier auf den Impodoc-Seiten (http://www.impodoc.de/impotenz/fr_therapie.php) oder auf unseren Seiten (http://www.impotenz-selbsthilfe.de/therapie/). Anscheinend habt ihr da noch nichts ausprobiert. Am angenehmsten sind die sog. PDE5-Hemmer (Cialis, Levitra und Viagra). Da bei deinem Partner teilweise noch Erektionen möglich sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihm diese Medikamente helfen können. Wenn bei einem dieser Medikamente die Wirkung nicht befiedigend ist oder die Nebenwirkungen sehr unangenehm sind, dann sollte man auch die beiden anderen Medikamente probieren. Cialis hat ein sehr langes Wirkungsfenster, da muss man nicht so genau planen. Manche Männer haben auch gute Erfolge, wenn sie Cialis niedrig dosiert regelmäßig einnehmen. Das kann dazu führen, dass "Mann" wie in jüngeren Jahren jederzeit (natürlich nur bei entsprechenden Bedingungen) eine Erektion bekommen kann. Die von dir erwähnten Folgen einer niedrig dosierten Dauereinnahme sind inzwischen durch eine große angelegte Studie in Frage gestellt worden. Dieser Studie zu Folge werden bei einer regelmäßigen Einnahme keine besseren Ergebnisse wie bei einer Einnahme bei Bedarf erzielt.
Noch ein Wort zu dem kleinen Penis. Studien haben gezeigt, dass man einer Verkleinerung des Penis wie sie z.B. bei einer Operation im kleinen Becken oft auftritt, durch ein regelmäßiges trainieren mit einer Vakuumpumpe entgegen wirken kann. Das funktioniert sicher nicht bei allen Männern und erfordert auch viel Ausdauer. Aber es hilft sicher auch manchen Männern, wenn sie das Gefühl haben, dass sie aktiv etwas für sich und ihr bestes Stück tun können.
Bitte nimm es mir nicht übel, wenn ich zum Schluss mir noch eine Bemerkung zu deiner Aussage "Meine eigenen Bedürfnisse kann ich, dank meiner unendlichen Liebe zu ihm, getrost in den Hintergrund stellen" erlaube. Es wäre vermessen, wenn ich deine Aussage bezweifeln würde. Meine Erfahrung sagt mir allerdings, dass eine dauerhafte Beziehung nur dann möglich ist, wenn kein Partner seine Bedürfnisse dauerhaft in den Hintergrund stellt. Natürlich decken sie nie alle Interessen, Bedürfnisse und Möglichkeiten. Aber dann ist für mich ein fair ausgehandelter Kompromiss notwendig.
Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr euren Weg zu einer befriedigenden und unbeschwerten Sexualität findet!
Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
Internet: www.impotenz-selbsthilfe.de
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Thouy |
26.06.2010 04:48 |
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diwi |
28.06.2010 18:23 |
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Re: erektile Dysfunktion nach OP |
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Günther |
30.06.2010 13:03 |
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