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Bei der Impotenz werden zwei Formen unterschieden. Die Impotentia
coeundi (Erektile Dysfunktion) bezeichnet die Unfähigkeit
zur Ausübung des Geschlechtaktes. Sie ist jene Form,
die im allgemeinen Sprachgebrauch unter Impotenz verstanden
wird. Die zweite Form, die Impotentia generandi
(Sterilität, Infertilität), steht für die
Unfähigkeit zur Fortpflanzung.
Die Erektile Dysfunktion (ED) ist eine Form der Impotentia
coeundi, bei der keine ausreichende Steifheit (Rigidität)
des Penis zur Durchführung eines Geschlechtsverkehrs
erreicht oder erhalten werden kann. Dabei liegt die Betonung
auf der Durchführung des Geschlechtsverkehrs.
Masters und Johnson haben 1970 einen Mann als impotent
klassifiziert, wenn er bei mindestens 75% seiner koitalen
Versuche wegen mangelnder Rigidität (Steifheit) zu
einer Penetration (Eindringen) nicht in der Lage war. Aus
dem Genannten geht hervor, dass eine ED nicht über
den maximal zu erreichenden Grad der Tumeszenz (Umfangszunahme)
und/oder Rigidität definiert wird. Per definitionem
müssen die Erektionsstörungen seit mindestens
sechs Monaten bestehen. |