Diagnose der Impotenz

An dieser Stelle sei angemerkt, dass auf Grund der Sensibilität des Themas immer noch viele Männer ihre Probleme verschweigen. Schätzungen gehen davon aus, dass deshalb in mehr als 70% der Fälle die Diagnose Erektile Dysfunktion (ED) gar nicht erst gestellt wird!

 
Die Diagnostik der Erektilen Dysfunktion lässt sich in drei Abschnitte gliedern:
 
Nicht-invasive Diagnostik
Anamnese (Krankengeschichte)

Die Befragung des Patienten sollte die gesamte sexuelle (Dys)funktion umfassen. Diese lässt sich in drei Teilbereiche gliedern, welche gemeinsam oder für sich gestört sein können: sexuelles Verlangen (Libido), Erektion und Ejakulation. Hilfreich zur Objektivierung und Verlaufskontrolle der Beschwerden ist der Internationale Index of Erectile Function (IIEF). Eine auf fünf Fragen reduzierte Version dieses Fragebogens ist der sog. IIEF5, dessen Sensitivität und Spezifität immer noch bei 98% bzw. 88% liegen. Der IIEF5 liegt als Selbsttest vor.  Besonderes Augenmerk gilt Begleiterkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus und Bluthochdruck, sowie Risikofaktoren, wie z.B. Alkohol und Nikotin. Dazu gehört auch die Erfassung der Medikamentanamnese. Wichtig ist außerdem die Frage nach der sozialen Situation sowie Partnerschaftsproblemen.

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Körperliche Untersuchung

Die körperliche Untersuchung schließt sich in der Regel an die Erhebung der Krankengeschichte an. Dabei haben die Untersuchung und Beurteilung des äußeren Genitales (vergleiche [Anatomische und physiologische Grundlagen])  sowie der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale besonderen Vorrang. Folgende Organe bzw. Körperteile werden insbesondere untersucht: 

+ Brustdrüsen (Mammae)
+ Penis
+ Hodensack, einschließlich Hoden, Nebenhoden und Samenstrang
+ Prostata
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Labor
Die Blut- und Urinuntersuchung hilft, Erkrankungen, welche eine Erektilen Dysfunktion bedingen können, zu erkennen. Dazu zählen beispielsweise der Hypogonadismus, Diabetes mellitus oder die Niereninsuffizienz. [Hier] finden Sie Normwerte (Männer) für Blutbild, Elektrolyte, Leberwerte, Nierenwerte, Tumormarker und Hormone.
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Semi-invasive Diagnostik
Sonographie/Duplexsonographie, ggf. in Verbindung mit der SKAT-Untersuchung

Die Ultraschalluntersuchung des äußeren Genitales und insbesondere die farbkodierte Duplexsonographie der Penisgefäße ist heute aus der diagnostischen Routine nicht mehr weg zu denken.

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Neurologische und neurophysiologische Untersuchungen
Diese sehr speziellen und häufig aufwendigen Tests werden bei Verdacht auf eine neurologische Ursache der Erektionsstörung gemacht.
 
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Schwellkörperinjektionstest (SKIT)
Der Schwellkörperinjektionstest wird im Rahmen der farbcodierten Duplexsonographie angewendet und erlaubt ein Rückschluss auf die Erfolgsaussichten bei der Anwendung der [Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT)].
 
Invasive Diagnostik
Kavernosographie, dynamische Infusionskavernosographie und -metrie
  [hier klicken]
Pharmakophalloarteriographie (selten)
 
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  Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
  Duplexsonographie (Ultraschalluntersuchung)
  International Index of Erectile Function (IIEF)
  Kaverosographie und -metrie
  Operative Behandlung der Impotenz (Erektilen Dysfunktion)
  Ultraschalluntersuchung des Penis (Duplexsonographie)

 
  [Definition] [Häufigkeit] [Grundlagen] [Ursachen] [Diagnose] [Therapie]
 

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