| Glaubte man früher noch, dass die ED
zu 80% psychisch bedingt sei, so werden heute multifaktorielle
respektive organische Erkrankungen als Hauptursache angenommen.
Im Allgemeinen gilt, dass bei jüngeren Patienten die
psychoreaktiven Faktoren überwiegen und bei den älteren
Männern eher organische Störungen ursächlich
in Frage kommen. |
| Allgemeine Ursachen |
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Alter |
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Adipositas (Übergewicht, Fettsucht)
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Alkohol |
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Nikotin |
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Drogen |
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| Spezielle Ursachen |
Veränderungen
an der arteriellen Strombahn (Schlagadern) |
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Die zumeist arteriosklerotischen
Gefäßveränderungen führen zu
einer unzureichenden Füllung der Schwellkörper,
wobei hier in der Regel die gesamte arterielle Strombahn
im Sinne einer Arteriosklerose ("Arterienverkalkung")
betroffen ist. Risikofaktoren für solche Gefäßveränderungen
sind neben Fettstoffwechselstörungen der Bluthochdruck
(Arterielle Hypertonie), die Zuckerkrankheit (Diabetes
mellitus) sowie der bereits o.g. Nikotinabusus. Vergesellschaftete
Krankheitsbilder sind: |
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Venöse
und/oder kavernöse Insuffizienz, Veno-occlusive Dysfunction,
venöses Leck |
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Ein vorzeitiger oder
vermehrter Blutabfluss führt zur unzureichenden
Steifheit bzw. zum Nichtzustandekommen einer Erektion.
Als Ursache kommen Umbauvorgänge des Penisgewebes
(fibrotischer Umbau der Schwellkörpermuskulatur,
Defekt der Schwellkörperhülle [Tunica albuginea])
; oder auch Transmitterstörungen im Schwellkörpergewebe
in Frage. Diese Umbauvorgänge können nicht
zuletzt durch jahrelange Durchblutungsstörungen
hervorgerufen worden sein. |
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Neurogene
Ursachen |
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Darunter sind alle
Erkrankungen des zentralen (Gehirn und Rückenmark)
und peripheren Nervensystems (Nerven) zu verstehen.
Nachfolgend sind exemplarisch einige Erkrankungen
aufgeführt, durch die eine Erektile Dysfunktion
bedingt sein kann: |
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Stoffwechselstörungen |
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Diabetes mellitus |
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Chronische Niereninsuffizienz |
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Chronische Leberinsuffizienz |
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Chronischer Alkoholabusus |
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Hyperlipidämie und niedrige HDL-Serumspiegel
(Fettstoffwechselstörungen) |
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Zustand
nach chirurgischen Operationen, z.B. |
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Zustand
nach Verletzungen |
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Hormonstörungen
[Hier
finden Sie Referenzwerte für Blut- und Hormonparameter] |
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Hormonstörungen
sind mit 5% selten. Außerdem steht hier die
mangelnde Lust (Libido) im Vordergrund der Beschwerden.
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Primärer oder sekundärer
Hypogonadismus |
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Andere endokrinologische Erkrankungen: |
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+ |
Hyperprolaktinaemie
(erhöhter Spiegel des Prolaktins im Blut) |
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+ |
Hyperthyreose
(Schilddrüsenüberfunktion) in der Regel mit
verminderter Libido verbunden, weniger mit Erektionsstörungen |
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+ |
Hypothyreose
(Schilddrüsenunterfunktion) |
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Medikamente |
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Eine Vielzahl
von Medikamenten können den komplizierten Mechanismus
der Erektion stören. Eine Auswahl ursächlich
in Frage kommender Medikamentengruppen sind: |
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Eine modifizierte tabellarische Zusammenstellung
von Medikamenten mit Einfluss auf die Sexualfunktion
finden Sie [hier]
(Spark RF: Male Sexual Health: A Couple's Guide. Yonkers:
Consumer Reports Books, 1991.117-118). |
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Sonstige |
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Induratio
penis plastica (IPP, Peyronie's disease, Peniskrümmung) |
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Priapismus |
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Angeborene und/oder erworbene Fisteln
im Bereich der Corpora cavernosa |
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Androgendeprivation (medikamentös
und/oder chirurgisch, z.B. bei der Behandlung des Prostatakarzinoms) |
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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
(COPD) |
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Sklerodermie, systemische |
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Chronische Infektionskrankheiten |
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Radiotherapie (Strahlentherapie) des kleinen
Beckens |
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Chronisches Ulcusleiden (?) |
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Chronische Arthritis (?) |
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Allergien (?) |
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Chronisches perineales Trauma: z.B. Fahrradfahren
(?) |
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| Psychische Ursachen
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Leistungsdruck |
Partnerschaftsprobleme |
Depressionen, akute oder chronische |
Stress |
Versagensängste |
Müdigkeit |
Unerfahrenheit |